Defregger - Porrät eines Mädchen 1891
Defregger – Porträt eines Mädchen 1891

Die atemlose Jagd nach neuer Sensation, nach Unerhörtem, nach Verblüffenden mache krank, und sei der Grund für innere Unzufriedenheit und Pessimismus vieler Leute” [1], so der Maler Fanz von Defregger um 1900.

In dieser Zeit klagte man über Nervosität und Nervenverwüstung – ein Phänomen, welches wir 120 Jahre später als Burnout bezeichnen werden.

Defregger wollte dem mit seinen Bildern begegnen, in denen er dem Betrachter Bauernsleute gegenüber stellte: tatkräftig, lebensfroh und fesch.

Den seine Überzeugung war es, dass es die Aufgabe der Kunst sei zu beglücken, den Betrachter in eine positive Stimmung zu setzten, und so dem Burnout der damaligen Zeit zu begegnen.

In diesem Sinne war Defregger für mich ein systemischer Coach seiner Zeit. Positive Veränderungen zu erfahren erreichter er über Metaphern, die er über Bilder transportierte.

Das Bild an der Wand mag für jeden Betrachter das gleiche sein, das Bild im Kopf aber für jeden verschieden: Das eigene, das erwünschte und ersehnte, und somit auch das richtige.

[1] Franz von Defregger um 1900, Hedwig Kainberger in Salzburger Nachrichten vom 19.12.2020

Burnout Prophylaxe anno 1891

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